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IG Metall Allgäu

IG Metall Geschäftsstelle Allgäu



1957: Lohnfortzahlung wird Gesetz

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01.07.2017 Heute vor 70 Jahren wurde die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall Gesetz! Nach 16 Wochen Streik hatte die IG Metall im Jahr zuvor die Lohnfortzahlung für Arbeiter durchgesetzt.

Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall war seit Bismarcks Zeiten einer der größten Spaltkeile, der zwischen Arbeiter und Angestellte getrieben wurde. Bereits seit 1861 hatten Angestellte nämlich Anspruch auf eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Es sollte fast 100 Jahre dauern bis sich die Arbeiter ebenfalls dieses Recht erstritten.

1955 legte der DGB einen Gesetzesentwurf zur Lohnfortzahlung für Arbeiter vor. Aufgrund des massiven Widerstandes aus der Wirtschaft trauten sich die bürgerlichen Parteien nicht diesen zu verfolgen.
Daraufhin begann die IG Metall diesen Anspruch mit Streik durchzusetzen. Von Oktober 1956 bis Februar 1957 sollte die Auseinandersetzung dauern.
Ergebnis des Streikes war neben mehr Urlaub und einem höheren Urlaubsgeld eine Lohnfortzahlung von 90% im Krankheitsfall.

Im Jahr darauf, heute vor 70 Jahren, wurde dies Lohnfortzahlung dann am 01.07.1957 doch noch zum Gesetz.

Vieles was wir heute als selbstverständlich ansehen ist das Ergebnis von harten Auseinandersetzungen und unserer kollektiven Stärke!

Letzte Änderung: 30.06.2017


Adresse:

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Telefon: +49 (831) 52264-0 | Telefax: +49 (831) 52264-50 | | Web: www.allgaeu.igmetall.de

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